Wörterverzeichnis

Aktivseite der Bilanz

Die Aktiva geben Auskunft über sämtliche Vermögenskonten eines Unternehmens und sind linksseitig in der Bilanz platziert. Sie symbolisiert somit die Mittelverwendung. Die Aktivseite besteht aus dem Anlage- und Umlaufvermögen sowie den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten.

 

Anlagevermögen

Hierbei handelt es sich um Vermögensgegenstände eines Unternehmens, die dem dauerhaften Geschäftsbetrieb dienen. Beispiele hierfür sind Grundstücke, Gebäude oder Maschinen eines Unternehmens.

 

Anlagenintensität in %

Diese Kennziffer zeigt die Relation von Anlagevermögen zum Gesamtvermögen eines Unternehmens. Die Kennzahl ist ein Maßstab für die Flexibilität eines Unternehmens. Je geringer diese ist, umso weniger Kapital ist langfristig gebunden. Folglich kann sich ein Unternehmen den veränderten Marktverhältnissen elastischer anpassen.

 

Betriebserfolg

Die Differenz zwischen den betrieblichen Leistungen und Kosten einer Abrechnungsperiode.

 

Bilanz

Als Teil des Jahresabschlusses stellt die Bilanz die Herkunft und Verwendung des Kapitals eines Unternehmens zu einem Stichtag dar. Es ist die Gegenüberstellung von Vermögen (Aktiva) und Kapital (Passiva) in Kontenform.

 

Bilanzkennzahlen

Bilanzkennzahlen sollen im Rahmen der Bilanzanalyse einen Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Unternehmens gewähren.

 

Bilanzsumme

Ist die Summe von Vermögensposten (Aktiva) oder Verbindlichkeiten (Passiva) eines Unternehmens. 

 

Bonitätsindikator

Der Bonitätsindikator zeigt, inwiefern Zahlungserfahrungen vorhanden sind.

Folgende Skala kommt zur Anwendung:

- Grün = keine Zahlungserfahrungen

- Gelb = Zahlungserfahrungen vorhanden

- Rot = Konkursmeldung vorhanden

 

Eigenkapital

Das Eigenkapital sind jene Mittel eines Unternehmens, welche von den Eigentümern aufgebracht werden.

 

Eigenkapitalquote in %

Die Eigenkapitalquote ist der Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital und spiegelt die Stabilität und somit Risikovorsorge des Unternehmens wider. Je höher die Eigenkapitalquote, umso höher ist die finanzielle Stabilität des Unternehmens und die Unabhängigkeit gegenüber Fremdkapitalgebern. Banken bewerten daher die Bonität eines Unternehmens bei hoher Eigenkapitalquote höher.

 

Firmenbuchnummer

Ist jene Prüfziffer, die ein Unternehmen im Zuge der Eintragung in das öffentliche Register erhält.

 

Firmenstatus

Der Firmenstatus untergliedert Unternehmen in folgende Kategorien: 

aktiv:

      - Die Gesellschaft ist im Firmenbuch eingetragen

inaktiv:

      - es liegen keine operativen Tätigkeiten vor

gelöscht: Die Gesellschaft wurde im Firmenbuch gelöscht.

insolvent: Die Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Gläubiger können nicht erfüllt werden = Zahlungsunfähigkeit.

in Liquidation: Das Ziel der Liquidation ist die Beendigung der Gesellschaft. Zuvor werden die Vermögensgegenstände eines Unternehmens verkauft, um das darin gebundene Kapital in Bargeld umzuwandeln.

 

Fremdkapital

Dies sind jene finanziellen Mittel, die nicht vom Unternehmen oder deren Gesellschaftern zur Verfügung gestellt werden.

 

Fremdkapitalquote in %

Die Fremdkapitalquote ist das Verhältnis von Fremdkapital zu Bilanzsumme. Eine hohe Fremdkapitalquote zeigt eine Abhängigkeit von Fremdkapitalgebern und das Ergebnis ist mit Zinsenaufwand belastet.  

 

Gewinn- und Verlustrechnung

Diese stellt Erträge und Aufwendungen eines bestimmten Zeitraumes dar, hier zeigt sich, wie erfolgreich ein Unternehmen im Zeitraum eines Jahres oder Quartals gewirtschaftet hat.
Wichtig: Diese Rechnung spiegelt nicht die Liquidität eines Unternehmens wider.

 

Jahresabschluss

Der Jahresabschluss ist der Abschluss eines Geschäftsjahres, welcher die finanzielle Lage und den Erfolg eines Unternehmens abbildet.

 

Nominalkapital

Das Nominalkapital – auch Nennkapital - bezeichnet das Grundkapital einer Aktiengesellschaft.

 

Passivseite der Bilanz

Alle Posten, die sich auf der rechten Seite der Bilanz finden, werden als Teil der Passiva bezeichnet. Die Passivseite gibt Auskunft in welchem Verhältnis das Vermögen (Aktiva) des Unternehmens durch Eigen- und Fremdkapital finanziert ist.

 

Periode Jahresabschluss

Dieser Begriff sagt aus, welchem Zeitraum die Bilanz entspricht.

 

Quote der flüssigen Mittel in %

Sie stellt das Verhältnis der unmittelbar verfügbaren Liquidität zur Bilanzsumme dar. Diese gibt Aufschluss über die sehr kurzfristig verfügbare Zahlungskraft des Unternehmens.

 

Rechtsform

Erklärt die gesetzliche Organisationsform eines Unternehmens. Hier wird zwischen folgenden Möglichkeiten unterschieden:

- Einzelunternehmen und Personengesellschaften

- Kapitalgesellschaften

- Mischformen (GmbH & Co KG oder KGaA)

- Genossenschaften

 

Rechnungsabgrenzungsposten

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten: Dies sind im Voraus bezahlte Aufwendungen, die gänzlich oder zum Teil ins Folgejahr fallen.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten: Diese ergeben sich, wenn das Unternehmen aktuell Erträge erzielt hat, jene aber in die Folgeperiode fallen.

 

Rückstellungen

Als Rückstellung bezeichnet man Finanzposten, welche im Vorhinein für etwaige zukünftige Verbindlichkeiten gebildet werden. Diese können mit großer Wahrscheinlichkeit eintreten, die Höhe und der Zeitpunkt der Zahlung sind aber noch nicht bekannt. Ein klassisches Beispiel hierfür sind Steuerrückstellungen.

 

Sonderposten für Investitionszuschüsse

Diese sind ein Teil der unversteuerten Rücklagen.

 

Stammkapital

Das Stammkapital ist die von den Gesellschaftern zu erbringende Kapitaleinlage einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung.

 

Umlaufvermögen

Hierzu zählen Vermögensgegenstände eines Unternehmens, die nur für kurze Zeit im Unternehmen verbleiben. Beispiele hierfür sind Wertpapiere, Forderungen oder auch Vorratsvermögen, welches im Zuge der Produktion verarbeitet wird.

 

Umlaufvermögensintensität in %

Dies ist der Anteil des Umlaufvermögens am Gesamtkapital eines Unternehmens. Je höher diese ist, desto flexibler kann ein Unternehmen auf Markterfordernisse reagieren.

 

Unternehmensgröße

Die Unternehmensgröße erklärt die vorliegende Größenklasse eines Unternehmens. Unterschieden werden die Größen XL * L * M * S und Unbekannt. 

 

Unversteuerte Rücklagen

Rücklagen dienen Unternehmen im Regelfall dazu, sich finanziell gegen mögliche Verluste abzusichern. Unversteuerte Rücklagen bilden sich aus unversteuerten Gewinnen.

 

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind offene finanzielle Verpflichtungen des Unternehmens gegenüber Lieferanten und sonstigen Gläubigern.

 

Verschuldungsgrad

Der Verschuldungsgrad zeigt wie stark das Unternehmen von externen Gläubigern abhängig ist. Je höher der Verschuldungsgrad desto stärker hängt das Unternehmen von externen Gläubigern ab. Bei 100 % Eigenkapital ist der Verschuldungsgrad 0.